Die Auswirkungen einer strafrechtlichen Verurteilung auf das ärztliche Berufsrecht sind bei einer Strafzumessung besonders zu berücksichtigen (OLG Frankfurt, Urt. v. 20.12.2017, Az. 1 Ss 174/17).

In dem vorliegendem Fall war ein Strafverfahren gegen einen Studenten der Humanmedizin im 7. Semester anhängig.

Vorliegend ging es um die Frage, ob eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen in Betracht käme.

Hierbei ist festzuhalten, dass eine daraus resultierende Eintragung in einem Verfahren zur Erlangung der ärztlichen Approbation, als auch im Rahmen der Bewerbung für Arbeitsstellen aufgrund der Notwendigkeit die Vorlage eines Führungszeugnisses konkret vorzulegen habe und dies Auswirkungen auf die späteren Chancen am Arbeitsmarkt habe. Das entscheidende Gericht hat dies zum Anlass genommen, dass genau wegen dieser Auswirkungen sich eine Verurteilung hiermit gesondert auseinanderzusetzen hat.