Wir sind Spezialisten und Fachanwälte für Arbeitsrecht

Wir beraten Sie sowohl im Individualarbeitsrecht als auch im Kollektivarbeitsrecht. Im Individualarbeitsrecht beraten wir Arbeitgeber und Arbeitnehmer in allen Fragen rund um das Arbeitsverhältnis. Hierzu gehört insbesondere die Erarbeitung und Prüfung von Arbeitsverträgen sowie von Geschäftsführer- und Vorstandsverträgen. Wir unterstützen und begleiten Sie bei der streitigen und einvernehmlichen Beendigung von Arbeits- und Dienstverträgen sowie der Geltendmachung von Ansprüchen aus bestehenden und beendeten Arbeitsverhältnissen.

Im Kollektivarbeitsrecht beraten wir Arbeitgeber, Betriebs- und Personalräte insbesondere zu Mitbestimmungsrechten nach dem BetrVG und dem PersVG. Wir begleiten Sie bei erforderlichen Umstrukturierungsmaßnahmen/Betriebsänderungen, insbesondere im Rahmen von Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen.

Bei der Planung und Einführung von Vergütungssystemen und flexiblen Arbeitszeitmodellen stehen wir ebenso an Ihrer Seite wie bei Verhandlungen und der Ausarbeitung von Betriebsvereinbarungen.

Urteile zum Arbeitsrecht

Angemessenheit eines Nachtarbeiterzuschlags

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.12.2015, Az. 10 AZR 423/14 Nach § 6 Abs. 5 Arbeitszeitgesetz haben Nachtarbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf einen angemessenen Nachtarbeitszuschlag oder auf eine angemessene Anzahl bezahlter freier Tage, wenn keine tarifvertraglichen Ausgleichsregelungen bestehen.

Fehlerhafte Unterrichtung bei Betriebsübergang

Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 14.10.2015, Az. 1 Sa 733/15 Fehlt in einem Unterrichtungsschreiben über einen Betriebsübergang der Hinweis, dass bei dem Betriebserwerber nur eine kurzfristige Weitebeschäftigung möglich ist oder drohe, so ist die Unterrichtung unvollständig und setzt die nach § 613a Abs. 6 BGB vorgesehene Widerspruchsfrist nicht in Lauf.

Vergütung für qualitative Mehrarbeit

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 23.09.2015, Az. 5 AZR 626/13 Anspruchsgrundlage für das Arbeitsentgelt ist zunächst der Arbeitsvertrag. Fehlt jegliche Vergütungsabsprache, richtet sich die Vergütung nach § 612 BGB. Danach ist eine Vergütung als stillschweigend vereinbart anzusehen, wenn die Dienstleistung den

Entbehrlichkeit eines betrieblichen Eingliederungsmanagement bei ordentlicher Kündigung wegen krankheitsbedingter dauernder Leistungsunmöglichkeit

Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 03.08.2015, Az. 16 Sa 1378/14 Das Kündigungsschutzgesetz kennt die Kündigung wegen Krankheit als einen der Hauptanwendungsfälle der personenbedingten Kündigung. In Betracht kommt eine krankheitsbedingte Kündigung wegen langandauernder Krankheit, wegen häufiger Kurzzeiterkrankungen und wegen krankheitsbedingter Leistungsminderung.

Berufsausbildung: Die Klagefrist nach § 4 KSchG gilt nicht bei Anrufung von Berufsausbildungsausschüssen

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 23.07.2015, Az. 6 AZR 490/14 Zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ausbildenden und Auszubildenden aus einem bestehenden Berufsausbildungsverhältnis können im Bereich des Handwerks die Handwerksinnungen, im Übrigen die zuständigen Stellen im Sinne des Berufsbildungsgesetzes Ausschüsse bilden (§ 111 Abs. 2, S. 1 ArbGG).

Vergütungspflicht bei Praktikum

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 10.02.2015, Az. 9 AZR 289/13 Verrichtet ein Praktikant höherwertige Dienste als die, die er nach dem vereinbarten Inhalt des Praktikums zu erbringen hat, ist dies von der Vergütungsvereinbarung zum Praktikum nicht mehr gedeckt. Die Vergütung der außervertraglichen, höherwertigen Leistung erfolgt

Kein Zugangsrecht von Betriebsratsmitgliedern des Verleihbetriebs zum Entleihbetrieb

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 15.10.2014, Az. 7 ABR 74/12 Beschäftigt ein Arbeitgeber (Entleiher) Arbeitnehmer, die ihm von einem anderen Unternehmen (Verleiher) zur Arbeitsleistung überlassen werden, ist er nicht verpflichtet, den Mitgliedern des in dem Betrieb des Verleihers gebildeten Betriebsrats jederzeit und unabhängig von einem konkreten Anlass Zutritt zu seinem Betrieb zu gewähren.

Hausverbot für dreibeinigen Hund im Büro bestätigt

Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 24.03.2014, Az. 9 Sa 1207/13 Die Angestellte einer Werbeagentur streitet mit ihrem Arbeitgeber darüber, ob sie ihren Hund nach wie vor mit zur Arbeit nehmen darf. Nachdem die Klägerin den dreibeinigen Hund, den sie von der Tierhilfe aus Russland habe, über drei Jahre mit ins Büro nehmen

Haftung des Arbeitgebers bei Diskriminierung

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 23.01.2014, Az. 8 AZR 118/13 Ansprüche auf Entschädigung bei Verstößen gegen das AGG nach § 15 Abs. 2 AGG müssen gegen den Arbeitgeber gerichtet werden. Wird bei der Ausschreibung von Stellen ein Personalvermittler eingeschaltet, haftet dieser für solche Ansprüche nicht. Der Kläger

Kostenlose Parkplatznutzung kraft betrieblicher Übung

Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 13.01.2014, Az. 1 Sa 17/13 Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hatte darüber zu befinden, ob eine Klinik verpflichtet ist, dem angestellten Kläger unter dem Gesichtspunkt einer betrieblichen Übung einen kostenlosen Parkplatz auf dem Parkplatz des Klinikums zur Verfügung zu stellen.

Verbot von Leiharbeit bei dauerndem Beschäftigungsbedarf

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Beschluss vom 08.01.2014, Az. 3 TaBV 43/13 Das AÜG verbietet die auch nur befristete Beschäftigung von Leiharbeitnehmern, wenn sie einen dauerhaft anfallenden Bedarf abdecken sollen. Die Arbeitgeberin, ein großes Tochterunternehmen eines weltweit im Bereich der Gesundheitsvorsorge agierenden

Fristlose Kündigung wegen beharrlicher Arbeitsverweigerung

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 17.10.2013, Az. 5 Sa 111/1 Wer sich beharrlich weigert, seine Arbeit auszuführen, weil er denkt, er sei nicht ausreichend vergütet, riskiert eine fristlose Kündigung. Ein Irrtum schützt nicht. Der 49-jährige Kläger war bei der Beklagten seit gut einem Jahr als Bodenleger beschäftigt.

Verbot der sachgrundlosen Befristung bei Vorbeschäftigung

LAG Baden-Württemberg entflammt Streitfrage erneut und widersetzt sich der Rechtsprechung des Siebten Senates des BAG Nach § 14 Abs. 2, S. 2 TzBfG ist eine sachgrundlose Befristung eines Arbeitsvertrages nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Über die Frage was unter dem Tatbestandsmerkmal „bereits zuvor“ zu verstehen […]

Scheinwerkvertrag mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Arbeitsgericht Berlin, Teilurteil vom 04.09.2013, Az. 33 Ca 5347/13 Das Arbeitsgericht Berlin hat der Klage eines bei der Heinrich-Böll-Stiftung zur Durchführung veranstaltungsbedingter Umbauarbeiten eingesetzten Mitarbeiters stattgegeben, mit der dieser das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses mit der

Löschung von Daten kostet den Arbeitsplatz

Landesarbeitsgericht Hessen, Urteil vom 05.08.2013, Az. 7 Sa 1060/10 Der Kläger des Rechtsstreits war seit dem 01.01.2009 bei der Beklagten, einem Unternehmen der EDV-Branche, als Account-Manager beschäftigt. Der Kläger hat von seinem Benutzer-Account im Betrieb eigene Dateien gelöscht sowie weitere Objekte,

Beiträge zum Arbeitsrecht

Der Mindestlohn kommt

Am 02.04.2014 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie beschlossen. Wichtigster Bestandteil des Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie ist das Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns