Ermächtigte Ärzte können nicht zum ärztlichen Bereitschaftsdienst (Notdienst) durch die Kassenärztliche Vereinigung herangezogen werden.

Das BSG hat entschieden, dass ein Bereitschaftsdienst sinnvoll nur geleistet werden kann, wenn die Infrastruktur einer ärztlichen Praxis zur Verfügung steht. Ein ermächtigter Arzt unterliegt darüber hinaus nicht einer „Rund-um-die-Uhr“-Verfügbarkeitsverpflichtung für die Sicherstellung der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung. Ein solcher Krankenhausarzt kann am Notdienst nur in Abstimmung mit seinem Arbeitgeber teilnehmen.

Von daher ist er nicht zur Leistung des Dienstes im ärztlichen Bereitschaftsdienst verpflichtet (vgl. BSG, Urt. v. 12.12.2018, Az. B 6 KA 50/17 R).