Bei der Entscheidung über den Approbations-Widerruf können die Feststellungen eines zuvor ergangenen Strafurteils berücksichtigt werden, sofern keine gewichtigen Anhaltspunkte gegen ihre Richtigkeit sprechen.

Eine Steuerhinterziehung nach § 370 Abs. 1 Nr. 1 AO kann die Berufsunwürdigkeit begründen. Das Gericht hatte im Approbationsentzugsverfahren festgehalten, dass bei erheblichen Verletzungen der Steuergesetze ein beharrliches Fehlverhalten des Arztes vorliegt, da der Arzt hierdurch zum Ausdruck bringt, sich nicht in seiner Funktion als Arzt am Wohle der Patienten, sondern am eigenen finanziellen Interesse orientiert (vgl. VGH München, Beschl. v. 28.11.2016, AZ 21 ZB 16.436). Die Entscheidung zeigt, dass gerade im Steuerverkürzungsverfahren frühzeitig vorbeugend agiert werden muss, auch im Hinblick auf die mögliche Gefahr eines Approbationsentzugs.