Das Bundeskabinett hat am 02.09.2015 einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes beschlossen und damit die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland angestoßen.

Mit den beabsichtigten Änderungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes sollen künftig unsachgemäße Kurzbefristungen im Wissenschaftsbetrieb unterbunden werden.

Laut dem Gesetzesentwurf muss die Befristungsdauer bei der sogenannten sachgrundlosen Qualifizierungsbefristung künftig der Dauer der angestrebten Qualifikation (zum Beispiel Promotion) angemessen sein. Des Weiteren soll die Dauer einer Befristung im Zusammenhang mit Drittmittelfinanzierung der Dauer der Mittelbewilligung entsprechen.

Aus dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz soll sich künftig klar geben, dass eine sachgrundlose Befristung nur zulässig ist, wenn die Anstellung zum Zwecke der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifizierung dient. Hierdurch soll zugleich unterbunden werden, dass in wissenschaftlichen Betrieben bestehender dauerhafter Arbeitsbedarf durch befristetes eingestelltes Personal erledigt wird, welches keine wissenschaftliche oder künstlerische Qualifizierung anstrebt.