Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in mehreren Fällen entschieden, dass die insbesondere bei Zahnärzten beliebte Beteiligungsklausel, wonach ein Mitgesellschafter einer Arztpraxis lediglich einen Gewinnanteil in Höhe eines Prozentsatzes des von ihm erwirtschafteten Umsatzes erhält, dass dies zur Gewerbesteuerpflicht der Gesellschaft führt, da eine Mitunternehmerstellung innerhalb der Gesellschaft ausscheidet. Der BFH hat nochmals bestätigt, dass nicht jeder zivilrechtliche Gesellschafter einer Personengesellschaft auch Mitunternehmer im Sinne von § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG ist. Vielmehr muss der Mitgesellschafter eine Mitunternehmerinitiative ausüben und ein Mitunternehmerrisiko tragen.

Eine „Gewinnbeteiligung“, die lediglich eine umsatzabhängige Vergütung darstellt, reicht für eine Mitunternehmerschaft nicht aus. Dies führt dazu, dass die gesamten Einkünfte einer ärztlichen Berufsausübungsgemeinschaft (BAG), Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), der Gewerbesteuer unterliegen (BFH AZ: VIII R 63/13).

Die rückwirkende Aberkennung der Freiberuflichkeit und Einstufung in die gewerbliche Tätigkeit kann neben teuren steuerlichen Verzugszinsen in der weiteren Folge zu erheblichen gesellschaftsrechtlichen Problemen zwischen den Gesellschaftern führen. Letztlich ist Schuldner der Gewerbesteuer, die Gesellschaft und eine etwaige Anrechnung selbiger Anrechnung findet nur auf der Ebene der Gesellschafter statt.

Solche Fälle sollten daher unverzüglich geklärt werden.