Auch für Jungpraxen darf eine Steigerung des RLV grundsätzlich von Fallzahlsteigerungen abhängig gemacht werden.

Das BSG hat klarstellend festgehalten, dass es die Rechtsprechung, wonach neu gegründete Praxen für die Zeit des Aufbaus von der Wachstumsbegrenzung „völlig freizustellen seien“, so nicht aufrecht hält. Die Möglichkeit des Wachstums alleine durch eine Steigerung des Fallwertes sei nur im Ausnahmefall, etwa im Zusammenhang mit einer Änderung der Praxisausrichtung, möglich. Im Übrigen kann eine Steigerung des RLV grundsätzlich von einer Fallzahlsteigerung abhängig gemacht werden (vgl. BSG, Beschl. v. 28.06.2017, Az. B 6 KA 89/16 B).